Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule


Als Leitlinie des Schulgesetzes kann das Recht eines jeden Menschen „auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung“ gelten – ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage, seine Herkunft und sein Geschlecht. Diese Forderung ist in § 1 als erster Satz im Schulgesetz NRW verankert und stellt eine wesentliche Grundlage für die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung von Unterricht dar.

Da der Bildungs- und Erziehungsauftrag besonders an der GHS-Troisdorf zu mindestens gleichberechtigten Teilen umgesetzt wird, ergeben sich folgende Konsequenzen für uns:

  • Die Schule soll entsprechend ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag "alle erforderlichen Erkenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen" vermitteln (§ 2 Absatz 4 SchG NRW). Diese Forderung wird u. a. dadurch konkretisiert, dass die Schülerinnen und Schüler lernen sollen, "selbständig und eigenverantwortlich zu handeln, für sich und gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erbringen, die eigene Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeit (...) zu entfalten,  Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport zu entwickeln, sich gesund zu ernähren und gesund zu leben und mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen"(§ 2 Absatz 5 SchG NRW).
  • "Der Unterricht soll die Lernfreude der Schülerinnen und Schüler erhalten und weiter fördern. Er soll die Schülerinnen und Schüler anregen und befähigen, Strategien und Methoden für ein lebenslanges, nachhaltiges Lernen zu entwickeln. Drohendem Leistungsversagen und anderen Beeinträchtigungen von Schülerinnen und Schülern begegnet die Schule unter frühzeitiger Einbeziehung der Eltern mit vorbeugenden Maßnahmen." (§ 2 Absatz 8 SchG NRW)
  • "Schülerinnen und Schüler mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen werden besonders gefördert, um ihnen durch individuelle Hilfen ein möglichst hohes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung zu ermöglichen." (§ 2 Absatz 9 SchG NRW)
  • "Die Schule hat ihren Unterricht so zu gestalten und die Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass die Versetzung der Regelfall ist. Zudem sollen sie die Möglichkeit der Teilnahme an schulischen Förderangeboten erhalten mit dem Ziel, unter Einbeziehung der Eltern erkannte Lern- und Leistungsdefizite bis zur Versetzungsentscheidung zu beheben." (§ 50 Absatz 3 SchG NRW)

Daraus haben wir die im Folgenden dargestellten organisatorischen, methodischen und didaktischen Konsequenzen für unsere `Gute und Gesunde Schule` in Troisdorf erarbeitet und weiterentwickelt.